Colorful Eyeland.

Mark Adrian Kwesi Appoh, Autor, anno 85 hier aufgeschlagen. Sohn einer Lehrerin aus der Oberpfalz und eines Arztes aus Ghana. Vor unterfränkischer Kulisse groß geworden. Teils aus Panik, teils aus Leichtsinn Betriebswirtschaft mit Finance-Schwerpunkt studiert. Wohne mit Ehemann Emil und unserem vierbeinigen Kumpel Alonso in Frankfurt. Arbeite seit 2012 als PR-Berater – seit Juni 2017 in Teilzeit, um mich stärker aufs Nachdenken und Romanschreiben zu konzentrieren.

Schwöre, dass das Bedingungslose Grundeinkommen unsere Gesellschaft revolutionieren würde, weil es Sicherheit und Freiheit, Solidarität und Selbstbestimmung für alle vereint. Mitgründer des hessischen Landesverbands von Bündnis Grundeinkommen. Liebe Mozart und Beethoven, Donny Hathaway und Stevie Wonder, Robyn und La Roux. Schaue Transparent, Hitchcock und Mad Men.

Mein Blog Colorful Eyeland kommt elf oder zwölf Jahre zu spät. Ich verstehe ihn als meinen Start in die Schriftstellerei diesseits diffuser Träume und verstrichener Gelegenheiten, insofern kommt er gerade noch rechtzeitig.

Auf Colorful Eyeland zeichne ich die Welt, in der ich leben will. Ich schreibe über mein Verständnis von Freiheit und Liberalismus, die Bedeutung der Farbe Orange, Musik, das bedingungslose Grundeinkommen und die MBTI-Theorie. In erster Linie aber stelle ich Fragen — manche hochfliegend, manche schnell beantwortet. 

Warum ich mich für die neue Partei „Bündnis Grundeinkommen“ engagiere

Seit Anfang März engagiere ich mich als Gründungsmitglied des hessischen Landesverbandes für Bündnis Grundeinkommen (BGE). Continue reading „Warum ich mich für die neue Partei „Bündnis Grundeinkommen“ engagiere“

Alice im Gauland-Land: Isn’t she lovely?

Who loves me?

I Am Not Your Negro, Raoul Pecks Dokumentarfilm über James Baldwins unvollendetes Manuskript Remember This House, montiert Momente der US-amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu einer Meditation über die Unterdrückung der Schwarzen. Zwischen all den sorgfältig arrangierten Schnipseln zitiert I Am Not Your Negro eine Filmszene, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Der Ausschnitt aus No Way Out (1950) zeigt einen Weißen, der einen Schwarzen ins Gesicht schlägt, bevor er hysterisch in sich zusammensackt: „They said it wasn’t nice to say nigger. Nigger! Nigger! Nigger! Poor little nigger kids, love the little nigger kids. Who loves me? WHO LOVES ME?“ Continue reading „Alice im Gauland-Land: Isn’t she lovely?“

Finde gefälligst Deine eigene Antwort

Heute Nacht hatte ich einen so verwirrenden wie aufschlussreichen Traum.

Jemand fragte mich: Mark, JA oder NEIN?

Ich sagte: Ja.

Er sagte: Falsch.

Ich sagte: Nein?

Er sagte: Falsch. Finde gefälligst Deine eigene Antwort.

Und verschwand im Dunkeln.

A short meditation on decision-making

Tonight I had a dream that was as confusing as it was revealing.

Someone asked me: Mark, YES or NO?

I said: Yes.

He said: Wrong.

I said: No?

He said: Wrong. Go and find your own answer.

And he disappeared into the dark.

Warum ich mit „2016“ nicht so streng sein werde

Anstatt in das Lamento über 2016 einzustimmen, feiere ich hier die 5 besten Musikalben des Jahres.

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Why I won’t be so hard on „2016“

Instead of complaining about 2016, I will celebrate the five best albums of the year.

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„Et hätt noch emmer joot jejange“: Von schwarzen Schafen und schwarzen Schwänen

Dass die USA bis 2021 von einem schwarzen Schaf regiert werden, ist nicht die schlimmste Nachricht des Jahres. Dramatischer erscheint mir, dass sich schon vor Monaten eine alte Erkenntnis bitter bestätigt hat: Uns fehlt der Respekt vor schwarzen Schwänen.
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Eine Stimme, die Leben retten könnte: Maxwell in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Überlebensgroß flimmern Martin Luther King, Cassius Clay und Prince über den Bildschirm im Hintergrund, die halbe schwarze Geschichte begleitet Maxwell am 15. Oktober 2016 in die Jahrhunderthalle. Continue reading „Eine Stimme, die Leben retten könnte: Maxwell in der Frankfurter Jahrhunderthalle“

Minority vs. minority or: The story of my family

It wasn’t easy for my German grandparents to get married. He was a Catholic, she was a Protestant. Seventy years ago this was a real problem, and his family didn’t approve.

My father was from Ghana, and my mother is from a small Bavarian town. She is white, he was black. Thirty years ago this was still a major problem. After my German grandfather had learned about their relationship he did not talk one single word to my mother — until the day he died. He has never seen his grandson. Continue reading „Minority vs. minority or: The story of my family“