Eine Stimme, die Leben retten könnte: Maxwell in der Frankfurter Jahrhunderthalle

Überlebensgroß flimmern Martin Luther King, Cassius Clay und Prince über den Bildschirm im Hintergrund, die halbe schwarze Geschichte begleitet Maxwell am 15. Oktober 2016 in die Jahrhunderthalle. Continue reading „Eine Stimme, die Leben retten könnte: Maxwell in der Frankfurter Jahrhunderthalle“

Minority vs. minority or: The story of my family

It wasn’t easy for my German grandparents to get married. He was a Catholic, she was a Protestant. Seventy years ago this was a real problem, and his family didn’t approve.

My father was from Ghana, and my mother is from a small Bavarian town. She is white, he was black. Thirty years ago this was still a major problem. After my German grandfather had learned about their relationship he did not talk one single word to my mother — until the day he died. He has never seen his grandson. Continue reading „Minority vs. minority or: The story of my family“

Minderheit gegen Minderheit oder: Die Geschichte meiner Familie

„Damals waren es die Juden.
Heute sind es dort die Schwarzen, hier die Studenten.
Morgen werden es vielleicht die Weißen, die Christen oder die Beamten sein.“
(Hans Peter Richter, 1961)

Meine deutschen Großeltern hatten es nicht leicht zu heiraten. Er war katholisch, sie evangelisch. Vor siebzig Jahren war das ein echtes Problem, seine Familie kam damit nicht zurecht. Continue reading „Minderheit gegen Minderheit oder: Die Geschichte meiner Familie“

Der 5-Stunden-Tag ist nicht die Lösung — aber ein guter Denkanstoß

Der Fünf-Stunden-Arbeitstag — ist das die Zukunft oder eine Illusion? Stephan Aarstol, CEO von Tower Paddle Boards, hat ihn eingeführt, und die Ergebnisse können sich sehen lassen: Schon im folgenden Jahr stieg der Umsatz um 40 Prozent, seine Mitarbeiter verdienen pro Stunde fast doppelt so viel wie vorher, obwohl sie Tag für Tag nur noch von 8 bis 13 Uhr arbeiten. Was lernen wir daraus? Continue reading „Der 5-Stunden-Tag ist nicht die Lösung — aber ein guter Denkanstoß“

Blonde, Orange, Endless: Warum Frank Ocean sich auch für sein nächstes Album Zeit lassen sollte

Kunst lässt sich nicht erzwingen, sagte Lauryn Hill, als das Netz sie im Mai dafür hasste, dass sie erst zu spät bei einem Konzert auftauchte und dann auch noch zu kurz spielte. Immerhin hatten die Fans viel Geld bezahlt und Lauryn Hill seit 18 Jahren kein Studioalbum mehr veröffentlicht. Weil auch Frank Ocean uns viel länger warten ließ als angekündigt, sahen viele in ihm schon die neue Lauryn Hill Continue reading „Blonde, Orange, Endless: Warum Frank Ocean sich auch für sein nächstes Album Zeit lassen sollte“

Blonde, Orange, Endless: Take your time, Frank Ocean

You can’t hurry art was what Lauryn Hill said when the Internet hated her back in May for showing up too late at her concert. After all, the fans had paid a lot of money and Lauryn Hill hasn’t released a studio album in 18 years. Because Frank Ocean also made us wait much longer than he had previously announced, many started calling him the next Lauryn Hill. Continue reading „Blonde, Orange, Endless: Take your time, Frank Ocean“

Warum das bedingungslose Grundeinkommen eine liberale Vision ist

Unser Arbeitsbegriff ist von vorgestern, der Kapitalismus steckt in der Krise, die Demokratie ist in Gefahr. Die Ursache: Arbeit und Existenzsicherung sind nach wie vor untrennbar miteinander verbunden. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte den Begriff der Arbeit neu definieren, Neid, Existenzangst und Lobbyismus ausschalten und den Grundstein für einen modernen Liberalismus legen. Trotzdem wird es immer noch als unfinanzierbare Utopie hoffnungsloser Idealisten belächelt. Warum eigentlich? Continue reading „Warum das bedingungslose Grundeinkommen eine liberale Vision ist“

Michael Kiwanuka: Love & Hate in der Frankfurter Batschkapp

Dieser Sommer beschert uns viele großartige Soulalben, auch wenn Frank Ocean weiterhin auf sich warten lässt. Besonders beeindruckend ist Michael Kiwanukas psychedelische zweite Platte Love & Hate, ein Reigen vertonter Fieberträume. Doch wie klingt sie live? Continue reading „Michael Kiwanuka: Love & Hate in der Frankfurter Batschkapp“

Ich starte einen Blog.

Ich starte einen Blog. Er heißt Colorful Eyeland und kommt elf oder zwölf Jahre zu spät. Ich verstehe ihn als meinen Start in die Schriftstellerei diesseits diffuser Träume und verstrichener Gelegenheiten, insofern kommt er gerade noch rechtzeitig.

Auf Colorful Eyeland zeichne ich die Welt, in der ich leben will. Ich schreibe über mein Verständnis von Freiheit und Liberalismus, die Bedeutung der Farbe Orange, das bedingungslose Grundeinkommen und die MBTI-Theorie. In erster Linie aber stelle ich Fragen — manche hochfliegend, manche schnell beantwortet. Die erste Frage, quasi zum Warmwerden, heißt: Wie klingt Michael Kiwanuka eigentlich live?